Malereiatelier



Arbeiten der Künstlerin

Über die Künstlerin

Lisa Claire Stolzenberger


Lisa Claire Stolzenberger (*1988 in Waiblingen) studierte nach mehrjähriger Berufserfahrung als Malermeisterin und Theatermalerin Malerei an der Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2019 schloss sie ihr Studium mit dem Bachelor of Fine Arts bei Jutta Koether und Achim Hoops ab. Ein Auslandssemester führte sie 2017 an die Facultat de Belles Artes in Barcelona. Ihre Werke wurden u. a. im Schauspielhaus Wien und in der Kunsthalle Niendorf gezeigt. Sie lebt und arbeitet als freischaffende Künstlerin in Hamburg-Wilhelmsburg und hat seit 2025 ihr Atelier in der Honigfabrik. 

 

Bei Lisa Claire Stolzenberger entstehen neben Malerei auf Leinwand auch Objekte, Installationen und Performances – oft seriell und in Kollaboration mit anderen Kunstschaffenden. Sie thematisiert psychologische Prozesse und gemeinschaftliches Zusammenwirken häufig mit Materialien, die Spuren der Vergangenheit tragen oder aus alltäglichen Kontexten stammen.  

 

Fertiggestellte Arbeiten werden fragmentiert und neu zusammengesetzt. Wochenlang aufgetragene Farbschichten werden „zurückgemalt“, indem sie freigelegt und eingeritzt werden – eine Praxis, die sie als Gefühlsarchäologie versteht: ein behutsames Freilegen innerer Zustände und ein Reflektieren des Vergangenen. 

 

Für Stolzenberger ist Malerei nicht auf die Leinwand, das Medium oder das Material begrenzt. Sie begreift die Leinwand als veränderbaren Raum, den sie erweitert, umbaut oder in architektonische Kontexte integriert. Auch performative Elemente fließen in ihre Arbeit ein – der menschliche Körper kann dabei zum Material im Raum werden. Durch dieses prozesshafte Erforschen hinterfragt und transformiert sie bewusst die klassische Vorstellung von Malerei. Es geht nicht mehr nur um das fertige Bild, sondern um das Erleben von Malerei als Prozess, Spur und Intervention.


Kontakt:



Aktuelles


Einzelausstellung von Lisa Claire Stolzenberger

Küchentischpsychologie

Midissage 22.02.2026 17:30 Uhr | Ausstellung 06.01. bis 30.03.2026 | im Cafe Pause


Seit 2012 ist Lisa Claire Stolzenberger Wahlwilhelmsburgerin. Der Stadtteil hat Spuren in ihrem Werk hinterlassen. Im Bild „Brennpunkt“ ist eine verbrannte Mülltonne an der Harburger Chaussee abgebildet, die als Projektionsfläche für innere Zustände und gesellschaftliche Spannungen dient.

 

Die Ausstellung „Küchentischpsychologie“ geht großen Fragen nach, die oft zwischen Kaffeetasse und Keks verhandelt werden: Wie lässt sich Schmerz in etwas Positives, vielleicht sogar Regeneratives verändern? Mit welchem Leben möchte man sich identifizieren? Was braucht man wirklich, um glücklich zu sein? 

 

Auf der Leinwand begegnen sich unterschiedliche Gefühlsebenen und Maltechniken – von diffusen, abstrakten Materialschichten bis hin zu klaren, symbolhaften Motiven. Der Stil wechselt, doch alles greift ineinander wie Gedanken, die sich überlagern.

 

Die gezeigten Arbeiten sind vor einigen Jahren entstanden, teils während der Corona-Pandemie. Für die Bilder "Brennnesselstrauß" und "Venusfliegenfalle" diente der Herd in der Küche als Staffelei. Heute wirken die Bilder wie ein nachträgliches Innehalten und Durchatmen. Kein Zufall also, dass sie im Café Pause hängen. In stressigen Zeiten braucht es manchmal eine Pause mit einem Heißgetränk und einer Portion „Küchentischpsychologie“ unter Freund:innen.

 

Lisa Claire Stolzenberger, auch Charlie genannt, arbeitet seit Mai 2025 im Malereiatelier der Honigfabrik. Ab 6. Januar bis 30. März 2026 laden ihre Bilder im Café Pause dazu ein über Gefühlsebenen, Bildsprache und innere Wandlungsprozesse ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung versteht sich als offener Raum – zum Schauen, Austauschen und Regenerieren.



Einladung zum Kunst-Stammtisch

WORK IN PROGRESS

Do I 05.02. I 19 Uhr I Malereiatelier auf dem Hof


Ein gemütliches Treffen für Künstler*innen aller Sparten, um aktuelle Arbeiten zu zeigen,  Ideen zu teilen und herauszufinden, wie das eigene Projekt auf andere wirkt – egal ob Malerei, Text, Musik, Performance, Fotografie oder etwas dazwischen.

 

Es gibt Getränke gegen Spende und ein gemütliches Atelier mit großem Stammtisch.

 

Kommt vorbei – zum Zeigen, Zuhören und Vernetzen.